Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
322
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der folgen auf ihre Worte. In zwo Predigten deHheiligen Petrus bekehren sich achttausend Juden, undda sie ihren Irrthum beweinen, so werden sie in demBlute rein gewaschen / das sie vergossen haben.

Die Kirche »st also in Jerusalem und unter den Ju-den, ungeachtet des Unglaubens der meisten unterdem Volke, gegründet worden. Die Jünger JesuChristi zeigen der Welt eine Liebe, eine Gewalt, undeine Sanftmuth, die noch niemals eine Gesellschaftgehabt hat. Die Verfolgungen gehen an; der Glau-be nimmt zu; die Kinder Gottes lernen immer mehrund mehr, nichts, als den Himmel, begehren. DieJuden ziehen sich durch ihre hartnäckige Verstockungdie gerechte Rache Gottes zu, und beschleunigen da-durch das äußerste Unglück, womit sie bedräuet wer«den: Ihr Staat, und die Angelege-uheiten desselbenverschlimmern sich von Tage zu Tage. Unterdessendaß Gott eine große Menge unter ihnen aussondert,die er unter seine Auserwählten aufnimmt, so wirdVer heilige Petrus auögesandt, den Cornelius, einenrömischen Hauptmann, zu taufen. Er lernt vorher auseinem göttlichen Gesichte, und nachher aus der Er-fahrung, daß die Heiden auch zur Erkenntniß deswahren Gottes berufen sind. Jesus Christus , dersie bekehren wollte, redete vom Himmel mit dem hei-ligen Paulus, der ihr Lehrer seyn sollte, und machteihn durch ein bis dahin unerhörtes Wunder aus einemVerfolger nicht allein zu einem Vertheidiger, sondern«uch zu einem eifrigen Prediger des Glaubens. Erentdeckt ihm das tiefe Geheimniß von dem Berufe derHeiden durch die Verwerfung der undankbaren-den, die sich von Tage zu Tage des Evangelii unwür-diger machen. Der heilige Paulus bietet den Heiden