in die allgemeine Geschichte. 327
Gott und die Religion fernerhin nichts mehr, als dieJuden selbsi,an, und es ist eine gerechteStrase ihrerVer-härtung, daß die Trümmern ihrer Republik auf derganzen Erde zerstreut worden sind.
Dieses sollte ihnen nach der Weißagung Jacobs, H°s-.Z/^5.Daniels, und des ZachariaS, und nach allen ihren Mn.^'^.andern Propheten zu den Zeiten dcs Meßias begegnen.Allein weil sie dereinst zu dem Gott wiederkehren sol-len, den sie verkannt haben, und weil der Gott Abrahamsseine Barmherzigkeit gegen das so untreue Volk diesesPatriarchen noch nicht erschöpft hat: So hat er einMittelerfunden, wovon wir in der Welt nicht mehr, als die-ses einzige Beyspiel finden, die Juden außer ihremLande und in ihrem Ruine, so gar noch länger zu er-halten , als die Völker, von denen sie überwundenworden sind. Es ist weder von den alten Assyrern,noch von den alten Modern, noch von den alten Griechen,noch von den alten Römern etwas mehr übrig. IhreSpur ist verlöscht, und sie sind mit andern Völkernvermengt worden. Die Juden, welche eine Beutedieser so alten und in der Geschichte so berühmten Völ-ker gewesen sind, haben sie überlebt. Gott erhält sie,und heißt es uns erwarten, was er noch mit den Ue-bcrbleibseln seines ehmals so begnadigten Volkes ma- M;--.;.chen will. Unterdessen dient ihre Verstockung den Maul^'Heiden zum Besten, und verschafft ihnen den Vor- Iob^.'theil, daß sie in unverdächtigen Händen die Schriften UA^'finden, die Jesum Christum, und seine Geheimnissevorhcrverkündigt haben. Wir sehen unter andernDingen in diesen Schriften die Blindheit und dasUnglück der Jüden, welche die Schriften des alten Bun-des so sorgfältig erhalten. Wir machen uns also dieUngnade, in der sie sind, zu Nutze; ihre Untreuedient gewissermaßen zum Grunde unsers Glaubens;
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