Z28 Bischof Bossuets Eillleitung
sie lehren uns Gott fürchten, und sind uns ein ewigesSchauspiel von den Gerichten,-die er über seine un-dankbaren Kinder ergehen laßt, damir wir lernen mö-gen, uns der Gnade nicht aus Stolz zu rühmen, dieunsern Vätern erzeigt morden ist.
Ein so wunderbares Geheimniß, das zum Unter-richte des menschlichen Geschlechtes so zuträglich ist,verdient wohl erwogen zu werden. Allein wir habenkeiner menschlichen Betrachrungen nöthig, dasselbe zu
Mm.ii/i.z. verstehen. Der Heilige Geist ist selbst so besorgt ge-wesen , uns dasselbe durch den Mund des heiligen Apo-stels Pauli zu erklaren, und ich ersuche sie, Mon-feigneur, dasjenige zu betrachten, was dieser Aposteldavon an die Römer geschrieben hat.
Nachdem er von der kleinen Anzahl der Jüden, diedas Evangelium angenommen, und von der Blind-heit der andern geredet hat, so stellt er eine tiefe Be-trachtung über das an, was künftig noch diesem mit so vie-ler Ehre begnadigten Volke wiedersahren werde, undentdeckt uns zugleich den Nutzen, den wir von ihremFalle haben sollen, und die Früchte, die dereinst noch
Rvm.ii/N. ihre Bekehrung bringen wird. Sind sie darumangelaufen/ sagt er, daß sie fallen sollten? Dassey ferne! Gondern aus ihrem Lalle ist denHeiden das Heil wiederfahren, auf daß sie de-nen nacheifern, und also zu sich silbst kommensollten. Denn so ihr Fall der Reichthum derHeiden ist, die sich in so großer Menge bekehrehaben, wie vielmehr, wenn sie sich alle wiederbekehrten, und ihre Zahl voll würde? So ihrVerlust der U>elr Versöhnung ist, würde nichtihre Miederbekehrung eine Auferstehung von,Tode zum Leben seyn? Ist der Anbruch/ oder