in die allgemeine Geschichte. 55z
liche Kraft dadurch, daß sie die Götzendiener bekehrt,und es zu ihrem letzten Werke machen will, die Ver-stockung und Treulosigkeit der Juden zu überwinden.
Nach diesem tiefen und wunderbaren Rathschlussewerden die Juden noch unter allen Nationen erhalten,wo sie zerstreut und gefangen sind; allein sie dauernnoch mit dem Charakter ihrer Verstoßung, und esist sichtbar, daß sie wegen ihrer Treulosigkeit der Zu-sagen beraubt sind , die zu ihren Vätern geschehensind. Sie sind aus dem versprochnen Lande verbannt,und haben selbst kein Land mehr zu bauen. Sie sind,wo sie auch sind, Sklaven, ohne Ehre, ohne Frey-heit, ohne einige Gestalt eines Volkes«
Sie sind in diese Umstände acht und dreyßig Jahrenach dem Tode Jesu Christi gefallen, nachdem sie ihngekreuzigt, und die Zeit, die ihnen zu ihrer Buße ge-geben worden war, zu Verfolgungen seiner Jüngerangewandt hatten. Allein unterdessen daß das alteVolk wegen seiner Untreue verworfen ist, vermehrtsich das neue Volk Gottes unter den Heiden täglich.Der Bul'.d, der mit Abraham vorzeiten gemachtworden, erstreckt sich nach der Verheißung über alleVölker der Welt, welche Gott vergessen hatten. Diechristliche Kirche beruft alle Menschen zu sich. Sieist vcrschiedne Jahrhunderte hindurch ruhig, und zeigtmitten unter unerhörten Verfolgungen den Sterblichen,daß sie auf Erden keine vollkommne Glückseligkeit er-warten sollen.
Dieses war, Monstigneur, die edelste Fruchtvon der Erkenntniß Gottes, und die Wirkung desgroßen Segens, den die Welt von Jesu Christo er-warten sollte. Er breitete sich alle Tage von Familie
zu