V4 Bischof Bossuets Einleitung
zu Familie, von einem Volke zum andern, aus. Di?Menschen öffneten die Augen immer mehr, die Blind-heit einzusehen, in wekhe sie die Abgötterei) gestürzthatte. So machtig auch die Römer waren, so ver-hielten sich doch die Christen immer ruhig, ohne Em-pörung und Unruhe. Sie stunden die unmenschlichstenMartern gedultig aus, und gaben doch gar bald derWelt ein andres Ansehen, indem sie sich überall aus-breiteten.
Die unerhörte Geschwindigkeit, in welcher diesegroße Veränderung vorgegangen ist, muß ein Wun-der Gottes seyn. JesnS Christus hatte es prophezeitet,daß sein Evangelium gar bald unter den Völkernverkündigt werden sollte. Dieses Wunder sollte baldIch.«,-Z. nach seinem Tode erfolgen. Er hatte gesagt, daß,c.i-/Z-. ^ j^jh ^. y^i, der Erde würde erhöht werden,er sie alle zu sich ziehen würde. Seine Apostelhatten ihren Laus noch nicht vollendet, und PaulusRom.r,u. sagte doch schon zu seinen Römern, daß der GlaubeCol.-/5.6.-z. in der ganzen Welt verkündigt wäre. Zu den Ca-lossern sagt er, daß das Evangelium von allerCrearur gehört, und überall gepredigt würde,Früchte brachte, und in der N)e!c zunähme.Eine gewisse Sage lehrt uns, daß es der heilige Tho-mas in Indien, und die andern Apostel in den übrigenentfernten Ländern gepredigt haben *. Allein man hatder Geschichte nicht nöthig, diese Wahrheit zu bestä-tigen. Die That selbst redet davon, und man siehtwohl, mit wie vielem Rechte der heilige Paulusfolgende Stelle des Psalmisten auf die Apostel deutet:R»m.l->,is. Es ist in alle Lande ausgegangen ihr Schall,
und
^ Lrezor, Xsiilän?. orar. 25.