in die allgemeine Geßhichte. 441
man sagt, sie erfordre mehr Zeit, als man aufseine Seligkeit wenden will. Aber man darf nichteinmal die Bücher des alten und des neuen Bundesmit so vieler Sorgfalt untersuchen; man braucht nurdas Buch der Psalmen zu lesen, wo so viele alte Ge-sänge des Volkes Gottes gesammelt worden sind. Da-selbst wird Man in der göttlichsten Poesie, die jemalsgewesen ist, unzählige unvergängliche Merkmale von °der Geschichte Mosis, der Richter, und der Königeantreffen, die durch den Gesang und bei? Wohlklangtief in das Gedächtniß der Menschen eingeprägt wor-den sind. Aus dem neuen Testamente darf man dieBriefe des heiligen Paulus nehmen. Sie sind so le-bendig, so original; sie schicken sich so vortrefflich zuden Zeiten, Angelegenheiten und Veränderungen desdamaligen Iahrhundertes, und sie haben endlich ei-nen so kenntlichen und gewissen Charakter, daß nichtsgöttlicher» seyn kann,als diese Briefe. Diese Briefe, dievon allen Kirchen, an die sie Paulus gerichtet hat, ange-nommen, und von ihnen andern mitgetheilt worden sind,sind allein hinlänglich, gut geartete Gemüther zu über-zeugen, daß in den heiligen Schriften, die uns die Apo-stel gelassen haben, alles lauter und unverfälscht ist.
Sie unterstützen auch einander mit einer unglaub-lichen Starke. Die Geschichte der Apostel ist nureine Fortsetzung der evangelischen Geschichte; alle Brie-fe der Apostel setzen diese nothwendig voraus, und damitalles zusammenstimmen möge, so beziehen sich die Ev-angelia, die Apostelgeschichte und die Briefe der heili- Röm.io^.,?gen Männer überall auf die alten Schriften des jüdi-schen Volkes. Der heilige Paulus und andre Apo-stel führen ohne Aufhören an, was Moses gesagt undgeschrieben hat, und was die Propheten nach Mosen ge-E e 5 sagt
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