442 BischofBossuets Einleitung
sagt und aufgeschrieben haben. Jesus Christus be-xue.24,44. ruft sich selbst auf das Gesetz Mosis, auf die pro.^' pheren, und auf die Psalmen, als auf Zeugen,die einerley Wahrheit einmüthig bekräftigen. Wenner seine Geheimnisse erklären will, so fangt er von N1oseJoh. 5,4«. und den Propheten an, und wenn er zu den Juden47' sagt, daß Moses von ihm geschrieben habe, so seht erdasjenige, was am bekanntesten unter ihnen war, alseinen unleugbaren Grund fest, und führt sie selbst auf. die Quelle ihrer Traditionen zurück.
Wir wollen dem ungeachtet sehen, was man widerein so bekanntes Ansehen, und wider das einstimmigeZeugniß so vieler Jahrhunderte einwenden will. Dennda man sich in unsern Tagen unterfängt, in allen Spra-chen Vüchcr wider die heilige Schrift zu schreiben, somuß man nichts verschweigen,was man nur sagt, um ihrAlterthum verdächtig zu machen. Was sagt mandenn also, der, Vorwurf zu beweisen, daß der Penta-teuchus untergeschoben sey / und was hat man widereine Tradition von dreytausend Jahren einzuwenden,die durch ihre eigne Kraft und durch die Felge derBegebenheiten unterstützt wird ? Nichts zusammenhän-gendes/ nichts gewisses, nichts Wichtiges:Grübeleyenüber die Zahlen, die Oerter, und die Namen, und An-merkungen, die man in einer andern Materie fürnichts, als für Wirkungen einer eitlen Neugierde hal-ten würde, welche im Grunde eine Sache nicht verdäch-tig machen könnten, solche Grübeleyen werden hier alsDinge angeführt, die in der ernsthaftesten Sache von derWelr einen entscheidenden Ausspruch thun sollen.
Es giebt Schwierigkeiten, sagt man, in der Ge-schichte der heiligen Schrift. Ja es giebt ohne Zwei-fel Schwierigkeiten darinnen, die wir nicht daselbst
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