in die allgemeine Geschichte. 44z
antreffen würden, wenn das Buch nicht so alt, oder,wie man sich zu sagen untersteht, von einem geschick-ten und arbeitsamen Manne untergeschoben wordenwäre, und wenn man nicht eine so große Ehrfurcht ge-gen dieses Buch gehabt hatte, daß man es den Nach-kommen, lieber, wie man es fand, hinterlassen, alssich die Freyheit nehmen wollen, dasjenige darinnen zuändern, was uns'eine Schwierigkeit zu seyn scheint.Es giebt Schwierigkeiten, die von der Zeit herkom-men, wenn die Oerter die Namen oder ihren Zu-stand verändert haben; wenn die Data vergessen;wenn die Geschlechtsrcgister unbekannt werden ;wenn den Fehlern nicht mehr abzuhelfen ist, welchediegetreuste Copie in dergleichen Sachen so leicht ein-schleichen laßt, oder wenn die Menschen sich einige Be-gebenheiten entwischen lassen, wodurch denn in einemTheile einer Geschichte einige Dunkelheit verursachtwird. Allein betrifft diese Dunkelheit die Folge derGeschichte selbst, oder das Wesen der Sache selbst?Im geringsten nicht; alles hangt darinnen zusammen,und was noch dunkel bleibt, zeigt uns in den heiligenBüchern nur ein desto ehrwürdiger^ Alterthum.
Allein es sind Verfälschungen im Texte vorgegan-gen; die alten Uebersetzungen stimmen nicht mit ein-ander überein; das Hebräische ist in verschiednenStellen von sich selbst unterschieden, und der samaritani - 5 B. Mos.sche Text ist außer demWorre,dcis dic^Samaritaner.wie ^ ^man sie dessen beschuldiget, zum Besten ihres Tempelsauf dem Berge Garizim verändert haben, noch in ver-schiednen Stellen von dem Texte der Juden unter-schieden. Und'was wird man daraus folgern? Daßdie Juden und Esra den Pentateuchus nach ihrer Wie-derkunft aus der babylonischen Gefangenschaft unter-
gescho-