Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
446
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446 Bischof Bossuets Einleitung

seinem Tode an dem Ende seines Buches, das manihm zuschreibt. Welch ein Wunder, daß diejenigen,welche seine Geschichte fortsetzten, zu seinen übrigen5B.Mos.4, Handlungen das selige Ende derselben hinzufügten,2- damit die Geschichte von ihm ganz vollständig seync. i-, l->. möchte! Wir wollen nunmehr auch die andern Zusäheuntersuchen. Betreffen sie ein neues Gesetz, eineneue Ceremonie, eine iehre, ein Wunder, eine Weis-sagung? Daran denkt man nicht einmal; man findet nichtdas geringste verdachtige Anzeichen, nicht die geringsteSpur davon; das wäre so viel gewesen, als wennman zu den» Werke Gottes einen Zusatz machen wöl-kn : das Gesetz selbst hatte solches untersagt, und ei-ne solche Verwägenheit würde das größte Aergernißverursacht haben. Man hat also etwa eine angefangeneGenealogie fortgesetzt; man hat vielleicht den Namen ei-ner Stadt erklärt, der mit der Zeit sich verändert hat;man wird bey Gelegenheit von dem Manna, wodurchdas Volk Gottes vierzig Jahre lang ernährt wordenIoh, ?, 12. ist, die Zeit bemerkt haben, wo diese himmlische Nah-^?6,^z5^' ^'3 aufgehört hat, und diese Sache, welche nach-' ' her in ein andres Buch aufgezeichnet worden ist, wirdals eine Anmerkung einer gewissen und öffentlich be-kannten Sache, wovon alles Volk ein Zeuge gewesen,in dem Buche Mosis geblieben seyn; vier oder fünfandre Anmerkungen von der Art, die etwan Iosua,Samuel oder ein andrer eben so alter Prophet ge-macht, weil sie bekannte Begebenheiten betrafen, beylzenen niemand einige Schwierigkeiten machte, diese,sage ich, werden mit der Zeit in den Text gerückt wor-den seyn, und die Tradition wird sie uns eben so ge-treu, als alles übrige, überliefert haben, und nunmehrwird alles verlohren seyn? Esra wird angeklagt wer-den,