untergehen, und es koste was es wolle, der Freygei-stercy in den Meynungen und im Leben aufgeopfertwerden.
Glauben sie im übrigen nicht, Monftigneur, daßdie Gottlosigkeit sich ohne Nothwendigkeit in alle dieseUngereimtheiten einläßt, die sie gesehen haben. Wennsie wider das Zeugniß des menschlichen Geschlechtes,und wider alle Gesetze eines gesunden Menschen sichalle Mühe geben, dem PentateuchuS und den Prophe-ten ihre allezeit dafür erkannten Verfasser zu entreißen,und die angegebnen Zeiten zu bestreiten: So geschiehtdas darum, weil in dieser Materie alles auf die Daraankömmt, und das aus zwo Ursachen. Zum erstenweil diese Bücher, welche so viele wunderbare Bege-benheiten enthalten, die mit ihren besondersten Um-ständen bekleidet sind, und nicht allein für öffentlichbekannte, sondern auch für gegenwärtig geschehneDinge ausgegeben werden, weil, sage ich, diese Büchersich selbst verdammen müßten,wenn man sie sollte wider-legen können, und weil sie folglich schon lange von sichselbst ihr Ansehen verlohren haben würden, anstatt daßsie sich ißt durch sich selbst erhalten. Zum andernkann man, wenn die angegebnen Zeiten ihre gewisseRichtigkeit haben, diesen Büchern das untrüglicheSiegel der göttlichen Eingebung nicht nehmen, nochvertilgen, das ihnen Gott in der großen Anzahl undlangen Reihe ihrer Weißagungcn aufgedruckt hat.
Die Freygeister sind also auf diese Ungereimtheitenverfallen, weil sie gern den Wundern und Weissa-gungen ausweichen wollen. Allein sie mögen nurnicht denken, daß sie Gott entgehen können; er hatseinem Worte noch ein Merkmal stiner Göttlichkeit
erhal-