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erhalten, welches keinen Einwurf leidet. Das ist dieUebereinstimmung der Bücher des alten und des neu-en Testamentes. Man streitet zum wenigsten nicht,daß das alte Testament nicht vor dem neuen geschrie-ben worden sey. Es ist hier kein neuer Esra, der dieJuden bereden können, ihre Schriften zum Bestender Christen, die sie verfolgten, zu erfinden oder zuverfälschen. Mehr braucht man wider die Feinde derReligion nicht. Durch die Uebereinstimmung derBücher des alten und des neuen Testamentes beweistman die Göttlichkeit des einen und des andern. Siehaben beyde einerley Vorhaben, und eine Folge; daseine bereitet den Weg zur Vollkommenheit, das andrezeigt ihn frey und entdeckt; das eine legt den Grund,und das andre füh»'t das Gebäude auf diesen Grundauf; kurz, das eine verkündigt dasjenige vorher, dessenErfüllung das andre zeigt.
Es sind also alle Zeiten vereinigt, und der ganzeewige Entwurf der göttlichen Vorhersehung ist unsoffenbart. Die Tradition des jüdischen Volkes unddie Tradition der christlichen Kirche machen eine einzigeFolge von Religion, und die Schriften beyder Testa-mente nur ein Buch aus.
Weil die Untersuchung der besondernProphezeyungenauf vielen Begebenheiten beruht,denen nicht alle Welt soleicht nachdenken kann, ob sie gleich an sich voll Licht undDeutlichkeit sind: So hat Gott einige darunter ausgeson-dert,die er auch denen,die in der größten Unwissenheit sichbefinden, begreiflich gemacht hat. Diese außerordent-lichen, diese herrlichen Begebenheiten, von denen dieganze Welt ein Zeuge ist, sind es, Monsei^neur,welche ich ihnen zeither vorgetragen habe; das sindder Untergang des jüdischen Volkes und die Bekeh-
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