Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
459
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in die allgemeine Geschichte. 459

man sich weiter durch nichts, als durch Hochmuth/oderdurch Unwissenheit vertheidigen kann? Wird dieKirche, welche so viele Jahrhunderte hindurch überalle Irrthümer gesiegt hat, nicht über die eitlen Vcr-mmftschlüsse triumphiren können, die man ihr entgegen-setzt, und sollen die göttlichen Versprechungen, derenErfüllung wir noch täglich sehen, niemals die Gewalthaben, uns über unsre Sinne zu erhebe»?

Man wende uns nicht ein , daß man über die Ver-heißungen sein Urtheil verschieben müsse, und sich nichtrühmen könne, ihre Erfüllung eher, als am Ende derWelt, gesehen zu haben, weil sie sich bis an das Endeder Welt erstrecken. Denn das Vergangne stellt unswegen des Zukünftigen in Sicherheit; so viele alteWeißagungen, die nunmehr erfüllt sind, zeigen zurGnüge, daß alles in seine Erfüllung gehen, und dieKirche, wider welche, nach der Verheißung des Soh-nes Gottes, die Hölle niemals etwas vermögen soll,bis an das Ende aller Dinge bestehen wird, weil Je-sus Christus , der die Wahrheit selbst ist, ihrer Datierkeine andern Grenzen gesetzt hat»

Eben diese Verheißungen sagen uns das zukünftigeewige 5eben zu. Gott , der sich so getreu in der Erfül-lung des Gegenwärtigen erwiesen hat, wird in deineben so getreu seyn, was die Zukunft betrifft, wozualles, was wir sehen, nur eine Vorbereitung ist. DieKirche wird auf der Erde immer unbeweglich undunüberwindlich seyn, bis nach der völligen Versamm-lung ihrer Kinder, sie ganz in den Himmel versetztwerden wird, wo ihr.'wahrer Aufenthalt ist.

Für diejenigen, welche aus dieser ewigen StadtGottes ausgeschlossen sind., wird ein ewiges strengesGericht aufbehalten, und nachdem sie durch ihre eigne

Schuld