in die allgemeine Geschichte. 461
Das ist die Ehre ihrer Vorfahren, daß sie dieselbeniemals verlassen, sondern sie beschuhet/ und da-durch den herrlichsten unter allen Namen verdient ha-ben, daß sie die ältesten Söhne der Kirche heißen.
Ich habe nicht nöthig, ihnen, Nlonseigneu?, ei-nen Cloviö, einen Carl, den Großen, einen heiligenLudwig vorzustellen. Betrachten sie nur die Zeiten,wo sie leben; erwägen sie nur, von welchem Vater sieGocc hat gcbohren werden lassen. Ein so großer Kö-nig unterscheidet sich durch seinen Glaubenund seine Frömmigkeit nicht weniger, als durchseine verwundernswürdige Eigenschaften. Er be-schuht die Religion in dem Königreiche, und außerden Grenzen desselben bis an die äußersten Enden derWelt. Seine Gesetze sind die stärcksten Schuhmau-ern der Kirche. Seine Mach?, die sowohl wegender Verdienste seiner Person, als wegen der Majestätseines Scepters Ehrfurcht verdienet, behauptet sich nie-mals besser, als wenn sie die Sache des Herrn verthei-digt. Man hört keine Gotteslästerung mehr; dieGottlosigkeit zittert vor ihm; das ist ein König, wieihn Salomo beschreibt, der alles Uebel durch seine Bli-cke verjagt. Da er die Keher durch so viele verschie-dene Mittel, mehr, als seine Vorfahren angreift, sogeschieht es darum nicht, weil er für seinen Thron be-sorgt ist; alles ist zu seinen Füßen ruhig, und seineWaffen sind dem ganzen Erdkreise furchtbar. Erthut es d.'.rum, weil er seine Völker liebt, und da ersieht, daß ihn die Hand Gottes zu einer Macht in derWelt erhoben hat, welcher nichts gleich kommen kann,so kennt er keinen bessern Gebrauch derselben, als wenner sie dazu anwendet, daß er die Wunden der Kircheheilet.
Ahmen