Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
463
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in die allgemeine Geschichte. 46z

Alexander, und seine ersten Nachfosger,nm sie zu beschü-tzen ; den Antiochus Epiphanes,und seine Nachfolger,umjhreGedult zu üben; und die Römer , um ihre Freyheitgegen die Königein Syrien zu vertheidigen, welche nurcmfden Umsturz derselben bedacht waren. Die Jüdeiühaben unter der Gewalt der Römer ihre obrigkeitlicheGewalt bis aufJesum Christum behauptet. Nachdemsie aber ihn verkannt und gekreuzigt haben, jo gabeneben diese Römer ihre Macht dazu her, Gott an die-sem Volke zu rächen, und dieses undankbare Volk aus-zurotten. Gott , welcher beschlossen hatte, zu gleicherZeit ein neues Volk aus allen Nationen der Erde zusammeln, brachte vor allen Dingen die iänder unddie Meere in die Gewalt dieses Reiches. Es fin-gen so viele verschicdne Nationen an, mit einan-der umzugehen, welche vordem einander ganz fremdwaren; sie wurden alle unter der Herrschaft der Rö-mer vereinigt, und das ist eins von den mächtigste!?Mitteln gewesen, dessen sich die Vorsehung zur Aus-breitung des Evangelii bedient hclt. Obgleich eben diesesneue Volhdas in den Grenzen der Römer aufallen Sei-ten zunahm,dreyhundertJahrc lang aufdas heftigste ver-folgtwurde, so mußte diese Verfolgung doch nur zur Be-statigungderKirche,und zur VerherrlichungihresGlau-bens und ihrer Gedult gereichen. Endlich gab dasrömische Reich nach, und weil sich ihm eine Macht wi-dersetzte, die unüberwindlicher war, als die seinige,so nahm es diese Kirche ruhig in seinen Schooß auf,nachdem es einen so langen und harten Krieg mit ihrgeführt hatte. Die Kaiser haben ihre Macht dazu an-gewendet, es dahin zu bringen, daß der Kirche gehorchtwürde, und Rom ist das Haupt des geistlichen Rei-ches geworden, das Jesus Christus aufder ganzen Erdeaufrichten wollen. Als