Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
471
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In die allgemeine G eschichte. 471

die sie auf der Welt vorgestellt/ entweder im Gutenoder im Bösen, zur Veränderung der Staaten unddes öffentlichen Glückes etwas beygetragen haben.

Ich habe sie, Monseigneur, in dem ersten Theiledieser Einleitung zu diesen wichtigen Betrachtungenvorzubereiten gesucht; sie werden daselbst das Genieder Völker und der großen Männer, welche sie be-herrschten, haben kennen lernen. Die Begebenheiten,welche in Her Folge groß und entscheidend gewesen, sindgezeigt worden, und damit ich sie auf den Zusammen-hang der großen Begebenheiten, welchen ich ihnenvornehmlich bekannt machen wollte, aufmerksam erhiel-te, so habe ich viele besondre Begebenheiten ausgelas-sen, die von einer so wichtigen Folge nicht gewesen sind«.Min wir sahen nur aufdenZusammenhang,und mußten:also über viel Sachen allzugeschwind forteilen, als daßwir die Betrachtungen darüber hätten anstellen können,die sie verdienten. Sie müssen sie daher ißt mit einer be-sondern Aufmerksamkeit erwägen, und ihren Geistge-wöhnen, alle Erfolge in ihren entferntesten Ursachenaufzusuchen.

Dadurch werden sie, N7onstigneur, dasjenige ler-nen, was ihnen zu wissen nöthig ist; sie werden ler-nen, daß, obgleich das Glück allein bey besondern Vor-fallen die Aufnahme, oder den Untergang der Reichezu entscheiden scheint, es dennoch, alles zusammen ge-nominen, wie im Spiele zugeht, wo der Geschicktestein der Lange gewinnt.

In der That, wer in dem blutigen Spiele, wo dieVölker einander die Herrschaft, und die größte Ge-walt streitig gemacht haben, in großen Unternehmun-gen am längsten ausgedauert, am weitesten hinausge-sehen, am meisten Mühe angewendet, und am besten

Gg 4 gewußt