in die allgemeine Geschichte. 47z
schlugen die Meder, und nahmen ihnen ein Theil ih-rer Länder weg, die in Asien unter ihre Herrschaft ge-hörten. Diese neuen Eroberer herrschten nicht län-ger, als acht und zwanzig Jahre. Ihre Gottlosigkeit,ihr Geiz, und ihre viehische Lebensart brachte sie umihre Herrschaft, und Cyarares, ein Sohn des Phraor-tes, dem sie einige Länder weggenommen hatten, vertriebsie wieder daraus. Dieses geschah mehr durch List, alsdurchKewalt.Er hatte sich in einenWinkel scinesKönig-reiches gezogen, den die Ueberwinder entweder ver-säumt, oder vielleicht nicht hatten angreifen können,und daselbst erwartete er in Gedult, bis diese viehischenEroberer sich den öffentlichen Haß zuziehen, und durchihre Unordnung selbst um ihre Herrschaft bringenwürden.
Wir finden im Strabo auch einen König von Ae- ub.xv.thiopicn, Tearcon genannt, den er auch aus dem Me- > .gastheneögenommen; dieser mag.vhne Zweifel der Tha-raca der Schrift seyn, dessen Waffen zu den Zeiten desSenharibs, des Königes von Assyrien , so furchtbar wa-ren. Dieser Prinz drang bis an die herkulischen Scu-len, ohne Zweifel lang an der Küste von Africa hin,und kam bis nach Europa . Allein was soll ich voneinem Könige sagen, von dessen Geschichte man inden Geschichtschreibern etwa vier oder fünf Worte fin-det, und dessen Herrschaft keine Folge gehabt hat?
Die Aethiopier,deren König er war, waren nachdem Herodotus unter allen Menschen am besten gebil-det, und hatten die schönste Leibesgestalt. Ihr Ver-stand war lebhaft und gesetzt; allein sie gaben sich we-nig Mühe, ihn anzubauen, indem sie ihr Vertrauenauf ihren gewaltigen Körper und auf die starken Ner-ven ihrer Arme setzten. Ihre Könige waren Wahl-Gg 5 töni-