könige; sie setzten den Größten und Stärksten auf denThron. Man kann von ihrer Gemüthsart aus einerNr?o-Wr. That urtheilen, die uns Herodotuö erzählt. Ale Cam-Ilbr. ui. hysxs, um sie in Erstaunen zusetzen, Gesandte und Ge-schenke an sie schickte, wie sie die Perser gaben, nämlichPurpur,goldneArmbänder,und allerleySpecereyen: Sospotteten sie über diese Geschenke, weil sie nichts daruntersahen, was zum menschlichen Leben nützlich wäre; sie spot-teten auch über die Gesandten, die sie für da6 ansahen,was sie waren, nämlich für Kundschafter. Allein ihr Kö-nig wollte dem Könige von Persien auch ein Geschenknach seiner Art machen, und nahm einen Bogen inseine Hand, den ein Perser kaum würde haben haltenkönnen, spannte ihn in Gegenwart der Gesandten, undsagte zu ihnen: Sehet hier den guten Rath, wel-chen der Rönig von Aethiopien dem Rönigevon Persien giebt. N?enn die Perser sich einesDogens von diestr Größe und Starke ebenso lelcht roerden bedienen können, als ich, als-dann mögen sie kommen, und die Aerhiopierangreifen, und mehr Völker herführen, alsCambyses nicht einmal hat. So lange abermögen sie den Göttern danken, daß sie denAerhiopiern die Begierde nicht eingegebenhaben , ihre Herrschaft außer ihrem Landeauszubreiten. Nachdem er dieses gesagt hatte,ließ er die Sehne des Bogens wieder los, undgab ihn den Abgesandten. Man kann nicht sagen,wie der Ausgang eines solchen Krieges würde beschaf-fen gewesen seyn. Cambyses wurde durch diese Ant-wort aufgebracht, er näherte sich gegen Aethiopien ,wie ein Unsinniger, ohne Ordnung, olM Lebensrnittel,ohne Kriegszucht, und er sah seine Armee/ aus Man-
Teil eines Werkes
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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474
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