iü die allgemeine Geschichte, ,48z
Alterthum, daß man wohl sieht, daß sie seine Zeitettmir der Zeit des Anfanges der Welt vermengt haben,und ihm Dinge zuschreiben wollen, deren Ursprungweit über alle bekannten Zeiten der Geschichte hin-ausgeht. Allein wenn die Aegyptcr weder den Acker-bau, noch die andern Künste erfunden haben, welchemail noch vor den Zeiten der Sündflut antrifft, sohaben sie doch dieselben zu einer solchen Vollkommen-heit gebracht, und sich so viel Mühe gegeben, sie unterden Völkern wieder herzustellen, wo sie wegen ihrerBarbaren vergessen worden waren, daß ihre Ehre des-wegen nicht geringer ist, als wenn sie die Erfinder der-selben gewesen wären.
Es sind aber auch einige sehr wichtige Künste, de- D^'^'",ren Erfindung man ihnen nicht streitig machen kann, ttcroä.i.l'l.'Weil ihr Land eben, und der Himmel beständig hei-ter und ohne Wolken war, so haben sie den Lauf derGestirne zuerst zu beobachten angefangen. Sie ha-ben auch zuerst eine Einrichtung der Jahre gemacht.Diese Beobachtungen haben sie natürlicher Weise auf?^'^'"'die Rechenkunst geführt, und wenn es wahr ist, wasPlato sagt, daß die Sonne und der Mond die Men-schen zu erst die Wissenschaft der Zahlen gelehrt ha-ben, indem man angefangen hat, eine richtige und or-dentliche Berechnung der Tage, der Monate und derJahre zu machen, so sind die Aegypter die ersten ge-wesen, welche sich von so herrlichen Lehrern unterrich-ten lassen. Die Planeten und die übrigen Gestirnesind ihnen ebenfalls bekannt gewesen, und sie habendas große Jahr erfunden, welches den ganzen Himmel vioä.U.s.?.auf seinen ersten Punkt zurückführt. Damit ein je-der seine Aecker wieder finden konnte, welche alle Jah-re von dem Nil überschwemmt, und mit SchlammeH h 2 bedeckt