Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
487
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in die allgemeine Geschichte. 4^7

ti'gcn Tempeln und stolzen Pallasten erfüllt war. Die ^> >b>-i.Baukunst zeigte darinnen überall die edle Einfalt, unddie Größe, welche die Seele ausfüllt. Auf langenGalerien waren die Bildhauerwerke ausgestellt, welchedie Griechen zu ihren Mustern nahmen. Thebekennte den schönsten Städten in der Welt den Vorzugstreitig machen. Seine hundert Thore, welche Ho- vioä.ibiä.wer besungen hat, sind ja aller Welt bekannt. Sie wareben so volkreich, als sie groß war, und man sagt, daßsie aus iedem Thore zehn tausend streitbare Männerausführen können. Man mag vielleicht in dieser Zahl p"^^-eine Vergrößerung finden; so viel ist gewiß, daß ihrVolk unzahlbar war. Die Griechen und die Römer A^^,haben ihre Größe und Pracht erhoben, ob sie gleich 11.60.nurdie Ruinen davon gesehen: So sehr herrlich warendie Trümmern davon!

Wenn unsre Reisenden bis an den Ort gekommenwaren, wo diese Stadt erbaut gewesen ist, so würdensie ohne Zweifel in ihren Ruinen noch etwas unver-gleichliches angetroffen haben; denn die Werke derAegypter waren so beschaffen, daß sie die Zeiten tro-tzen konnten. Ihre Bildhauerwerke warenColossen. Ihre Seulen waren von einer unbe-schreiblichen Größe. Aegypten sah auf das Große, A^'^'und wollte vom weiten in die Augen fallen, und den-noch wurde beständig eine genaue Richtigkeit in denVerhältnissen beobachtet. Man hat zu Sayd, wel-ches unstreitig der Name der Stadt Thebais ist, Tem-pel und Pattäste beynahe noch ganz angetroffen, wodiefe Seulen und Colossen nicht zu zahlen gewesensind^.Man bewundert vornehmlich'einenPallast daselbstdessen Trümmern nur darum übrig geblieben zu seyn

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* Va^agez pzr Hloul! Inevenor.