49c) Bischof Bsssuets Einleitung
che von Ziegelsteinen erbaut war, u>iterrichtete unsdurch ihre Aufschritt, daß man sie nicht niit andern ver-tt-roc!. s. gleichen sollte, rveil sie über andre p^r.'.mioeneben so, rvie ^uptter über die andern Götter,erhaben ^vare.
Allein so viel sich auch die Menschen Mühe gebenmögen, so sieht man doch ihr Nichts überall gar zun-ro-z.:. deutlich. Diese Pyramiden waren Gräber; die Kö-s^V nige, die sie gebaut haben, sind nicht so mäch-tig gewesen, daß sie ihr Begräbniß darinnen habe»können, und sie haben nicht einmal ihrer Gräber ge-nossen.
Ich würde von dem prächtigen Pallaste nicht re-den, den man das Labyrinth hieß, wenn uns nichtHerodotus, der denselben gesehen hat, versicherte,daß er weit erstaunlicher, als die Pyramiden gewesenwäre. Man hatte ihn an dem Ufer der See, Mö-ris, erbaut, und ihm einen Prospect gegeben, welchersich zu seiner Größe schickte. Das Labnrinrh war nichtsowohl nur ein einziger Pallast; es begriff vielmehr zwölfordentlich erbaute Palläste, die an einander stießen.Fünfzehn hundert Zimmer, mit Gängen untermengt,schlangen sich um zwölf Säle, und ließen diejenigen,welche es besehen wollten, keinen AuSgang finden. Un-ter der Erde waren eben so vieles Gebäudes zu sehen.Diese unterirdischen Gebäude waren zum Begräb-nisse der Könige, und, wer kann es ohne Scham undohne die Blindheit des menschlichen Geschlechtes sa-gen? zur Erhaltung heiliger Crocodile bestimmt, wel-che diese sonst so weise Nation für ihre Götter er-kannte.
Sie erstaunen über alle diese Pracht in den ä-gyptischen Grabmalen. Außerdem daß man sie als
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