496 Bischof Bossuets Einleitung'
ihm erziehen lassen, zu ihren Anführern. Es waren sol-cherHcmprleutc sicbzehnhundert,welche alle fähig waren,den Muth, die Kriegszucht, und die Liebe zu ihremKönige unter dem Heere auszubreiten. Nachdemdieses alles geschehen war, gieng er nach Aethiopicn,und machte sich dasselbe zinsbar. Er setzte seine Ero-berungen in Asien fort. Jerusalem mußte die Machtseiner Waffen zuerst empfinden. Der verwagne Re-habeam konnte ihm nicht widerstehen, und Sesostris bemächtigte sich der Schätze Salomons. Gott hattesie aus einem gerechten Gerichte in seine Hände gege-ben. Er drang weiter nach Indien, als Herkulesund Bacchus gethan hatte, und weiter noch, als Alex-ander nachher that, wie er sich die Länder dießeits dcsGanges unterwürfig machte. Urtheilen sie daraus,ob ihm die andern Lander widerstunden, die seinemLande näher waren. Die Scythen gehorchten ihmbis an den FlußTanais; Armenien und Cappadocienwaren ihm Unterthan. Er ließ in dem alten König-reiche Colchos eine Colonie, wo nach der Zeit dieägyptischen Sitten beständig geblieben sind. Herodo-tus hat in Kleinasien von einem Meere zum anderndie Denkmäler seiner Siege, mit den prächtigen Ue-berschriftcn, Sesostris des Königes der Könige, unddes Herrn derHerren gesehen. Man sah solche Denkma-ler bis nach Thracien hin, und er erstreckte seine Herr-schaft vom Ganges an bis an die Donau . Die Schwie-rigkeit, die Lebensmittel zu erhalten, verhinderte ihn,wei-ter in Europa einzudringen. Er kam nach neun Iahrenmit dem Raube der überwundnen Völker beladen zu-rück. Einige Völker vertheidigten ihre Freyheit mu-thig; andre ergaben sich ohne Widerstand an ihn.Sesostris sorgte in seinen Denkmalern die Unterschie,
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