in die allgemeine Geschichte. . 497
de dieser Völker durch hieroglyphische Figuren'nachder Weise der Aegypter zu bemerken. Er erfand diegeographischen Karten, um sein Reich zu beschreiben»Hundert berühmte Tempel, die er zur Danksagungden Schutzgöttern aller Städte aufführen ließ, wa-^ ^^.ren die ersten und schönsten Denkmaler seiner Siege, ^b^'und er hatte die Sorgfalt, in ihren Überschriften kundzumachen,daß diese großen Werke, ohne Beschwe-rung semer Unterthanen, aufgeführt worden wären.Er hielt eö für seinen Ruhm, sie zu schonen, und ließan den Denkmälern seiner Siege allein die Gefang-nen arbeiten. Salomon hatte ihm das Beyspiel da- ,,zu gegeben. Dieser weise Fürst hatte allein die zins- -Chr z,?baren Völker bey den großen Werken gebraucht, diesein Reich unsterblich gemacht haben. Die Bürgerhatten viel edlere Verrichtungen; sie lernten Kriegführen, und befehlen. Sesostris konnte sich nach kei-nem vortrefflichern Muster richten. Er regierte dreyund dreyßig Jahre, und genoß seine Siege sehr lange.Er würde noch einer größern Ehre würdig gewesenseyn, wenn er nicht so eitel gewesen wäre, daß erseinen Wagen von überwundnen Königen zie-hen lassen. Es scheint, daß er nicht habe, wieandre Menschen, sterben wollen. Nachdemer in seinem Alter blind geworden war , brachteer sich selbst um sein Leben, und hinterließ Aegypten auf ewig voll Reichthum und Ueberfluß. Seine Herr- i'ac.smi.schaft kam unterdessen nicht über das vierte Geschlecht.Allein es waren noch zu den Zeiten des Tiberius solcheprächtige Denkmäler übrig, welche von der Stärkeund der Menge der Aegypter zeugten. Aegypten nahm -seine friedfertige Gemüthsart sehr bald wieder an.Man findet auch aufgezeichnet, daß Sesostris der er-
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