Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
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511
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in die allgemeine Geschichte. 511

und dem Dariuö,eineM Sohne des Hystaspes, herschrel- i?i-c. ->« icz.ben. Sie hatten einige vernünftige Grundsätze in der ^Regierung, ordentliche Versammlungen, damit diese ^Grundsätze behauptet werden möchten, und alle Aemter ^ ^ ^ ^stunden eins unter dem andern in einer sehr bestimmten ' ^'Ordnung. Wenn man sagte, daß die Großen, ausdenen dieVersammlungen bestunden,die Augen und-Oh--ren des Prinzen waren: So gab man dadurch zugleich -dem Prinzen zu verstehen, daß seine Minister für'ihn das seyn sollten, was die Sinne für uns sind: Wirmüssen uns nicht auf sie verlassen/ sondern durch ihrenBeystand thätig werden. Zugleich aber wurden auchdie Rathe erinnert, daß sie nicht für sich selbst, sondernfür den Prinzen, der ihr Oberherr wäre, und für denganzen Staat befchässrigt seyn müßten. Diese Räthemußten in den alten Grundsätzen der Monarchie unter-richtet seyn. Die öffentliche!, Nachrichten von ver-gangnen Begebenheiten dienten der Nachkommen-schaft zu einer Regel. Man bemerkte darinnen die'Dienste, die einer geleistet hatte, aus Furcht, daß siezur Schande des Prinzen, und zum Unglücke des Staa- n-roa.l.les unbeiohnt bleiben möchten. Das war eine vor-treffliche Art, die Bürger so weit zu bringen, daß siean dem öffentlichen Wohle Antheil nahmen, daß mansie lehrte, daß sie sich niemals allein, sondern für denKönig und den Staat, wo sie sich alle zusammen be-fanden, aufopfern müßten. Eine von den vornehmstenSorgen des Königes war diese, daß er den Ackerbauin Aufnehmen zu bringen suchte, und die jandvögte,deren Regierung auch am besten eingerichtet war, hat-ten an den Gnadenbezeugungen den meisten Antheil.Wie man Aemter hatte, die auf die Kriegsübungen«in wachsames Auge haben sollten: So waren auch

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