in die allgemeine Geschichte. 515
Lcibcs, sondern cmch zum Vergnügen diente. Kaumkann man begreifen, wo es noch seinen Unterhalt herbekommen konnte.
Unterdessen seßteN die Perser mit diesem erstaunli-chen Aufzuge die Völker in Erstaunen, welche denKrieg selbst nicht besser verstunden, als sie. Auch diejeni-gen, welche in der Kriegswissenschast erfahren wa-ren, wurden theils durch ihre innerlichen Uneinigkeiten,theils durch die unzahlbareMenge ihrer Feinde entwedergeschwächt oder niedergedrückt. Dadurch wurde Aegy-,pten, so stolz es auch auf sein Alterthum, auf seineweisen Einrichtungen, und auf die EroberungendesSesostriö war, den Persern unterthanig gemacht. Eswar ihnen nicht viel schwerer, Kleinasien unter ihreBothmaßigkcic zu bringen, und sich selbst die dasigengriechische» Colonien unterwürfig zu machen, dieschon durch die asiatische Weichlichkeit verderbt wordenwaren. Allein als die Perser nach Griechenland selbstkamen, so fanden sie, was sie noch niemals gese-hen hatten, eine wohleingerichtete Kriegsmacht, Be-fehlshaber, denen gehorcht wurde, Soldaten, die ge-wohnt waren, von wenigem zu leben, Körper, wel-che die Arbeiten hart gemacht, und die griechischenLeibesübungen geschickt gemacht hatten, und Kriegs-hcere, die in der That sehr klein zu seyn schie-nen, die aber dafür den starken Körpern glichen,wo alles Nerve und Geist zu seyn scheint. Imübrigen wurden sie so gut angeführt, und gehorchtenden Befehlen ihrer Generale so willig, daß man hättemeynen sollen, alle Soldaten hatten nur eine Seele,so einträchtig waren sie in allen ihren Bewegungen un-ter einander.
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