526 BischofBofsuets Einleitung
te. Es waren zehntausend Griechen unter seinen Völ-kern; diese konnten allein nicht geschlagen werden, nach-dem seine ganze Armee zerstreut worden war. Wieman sagt, wurde Cyrus in dcrSchlacht von der Handdes Artarerxes selbst Hingebracht.
Die Griechen befanden sich in der Gegend von Ba-bylon, und waren mitten unter den Persern ohne Be-schützer. Unterdessen konnte sie der sieghafte Artcy'er-xes nicht nöthigen, die Waffen freywillig, oder ge-zwungen nieder zu lege,;. Sie faßten den vcrwägnenAnschlag, als eine ordentliche Armee durch sein gan-zes Reich durchzugehen, um in ihr Land zurückzukeh-ren. Sie führten ihren Anschlag glücklich aus. Gan;Griechenland sah hier mehr als zu deutlich, daß es ei-ne unüberwindliche Kriegsmacht unterhielte, welcheralles weichen müßte, und daß allein die Uneinigkeitsie einem Feinde unterwürfig machen könnte, der all-zuschwach wäre,den Griechen zu widerstehen,wenn sie ei-nig blieben. Philippus, der König von Macedonien,welcher so geschick», als tapfer war, gebrauchtesich der Vortheile sehr wohl, die ihm wider so vieleuneinige Städte und Republiken ein zwar kleines, aberunter sich selbst einiges Königreich gab, wo die kö-nigliche Gewalt unumschränkt war, so daß er sich endlich,theils mit List, theils mit Gewalt zum Mächtigsten inGriechenland machte, und alle Griechen zwang, unterseinen Fahnen wider den gemeinen Feind sich zu verei-nigen. In diesen Umständen wurde er umgebracht:Alexander, sein Sohn , folgte ihm im Königreicheund in feinen Anschlägen nach.
Seine Macedonier waren, wie er sie fand, nichtallein des Krieges gewohnt, fondcrn auch sieg-haft, und durch so viele glückliche Erfolge an Tapfer-keit