m die allgemeine Geschichte. 527
keit und Kriegszucht den andern Griechen so weit über-legen , als die andern Griechen über die Perser undihres Gleichen den Vorzug hatten.
Darms, welcher zu seiner Zeit in Persien herrschte,war gerecht, tapfer, und großmüthig; er wurde vonseinen Völkern geliebt, und es fehlte ihm weder anVerstand, noch an Muth zu der Ausführung seinerUnternehmungen. Allein vergleicht man ihn mitdem Alexander, den Verstand desDariuS mit seinemdurchdringenden und erhabnenGeiste, und dieTapfcrkeitdes Persers mir der Hoheit und Sündhaftigkeit desunüberwindlichen Muthes des Griechcn,der durch Hin-dernisse nur noch mehr angefeuert wurde; mit diesemerstaunlichen Eifer, seinen Namen alle Tage berühm-ter zu machender ihn antrieb, die geringste Ehre allenGefahren, allen Arbeiten, und tausendLcichen vorzuzie-hen; und endlich mit demVcrtrauen,welches er in seineinHerzen hatte, daß ihm alles weichen müßte: So wer-den sie,i1'j0nselcinepr, leicht urtheilen können, wem vonbeyden der Sieg zu prophezeycn war. Denn er hielt sichfür einen Mensche»/ der über alle andern erhaben war,und dieses Vertrauen flößte er nicht allein seinen Feld-herren, sondern auch dem Geringsten von seinen Sol-daten ein, die er dadurch über alle Schwierigkeiten,und über sich selbst erhob. Wenn sie die Vortheilehinzufügen, durch welche die 5acedamonier, und dieGriechen ihren Feinden überlegen waren, so werdensie gestehen müssen, daß Persien, da6 von einem sol-,chen Helden , und von solchen?lrmccn angegriffen wur-de,sein endliches Schicksal nicht mehr vermeiden konnte,welches ihm einen andern Herrn bestimmte. S o wer«den sie also zu gleicher Zeit entdecken, was den Un-tergang des persischen Reiches, und die Aufnahme derMacht des Alexanders befördert hat. Damit