Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
528
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528 Bischof Bossuets Einleitung

O'.dior. I.br. Damit ihm sein Sieg erleichtert wurde, so mußtexvn.t-Ä.i. zutragen, daß Persien den einzigen Feldherrn ver-lohr, welchen es den Griechen entgegen setzen konnte;das war Memnon, ein Rhodier. .So lange alsAlexander einen so berühmten Feldherrn wider sichhatte/ so konnte er sich rühmen, einen Feind gefun-den zu haben, der seiner werth wäre. Memnon woll-te nicht, daß man eine Hauptschlacht wider die Grie-chen wagen sollte; man sollte ihnen nur alle Passe strei-tig machen, die Zufuhren abschneiden , sie in ihremLande angreifen, und durch einen muthigen Anfallnöthigen, daß sie in ihr Land zurückkehren, und das-selbe vertheidigen müßten. Alexander hatte dafür ge-sorgt , und die Kriegsvölker, welche unter der Anfüh-rung des Anripaters stunden, waren zur VertheidigungGriechenlandes stark genug. Allein das günstigeSchicksal des Alexanders befreyte ihn auf einmal voneinem so beschwerlichen Feinde. Memnon star(. imAnfange einer Diversion, welche schon ganz Griechen-land in Unruhe setzte, und Alexander machte sich al-les unterwürfig.

Dieser Prinz hielt in Bab ylon einen solchen prachtigenEinzug, wclcherj alles übertraf, was noch auf der Weltgesehen worden wär. Nachdem er Griechenland ge-rächt und mit einer unglaublichen Geschwindigkeit alleLänder des persischen Gebietes unter sein Joch gebrachthatte: So wollte er entweder die Grenzen seinesneuenReicbeö in Sicherheit bringen, oder seinen Ehrgeizbefriedigen, und seinen Namen berühmter machen, unddrang nachIndie», wo er seine Eroberungen weiter fort-setzte, als Bacchus,dieser berühmte Ueberwinder gethan> hatte. Allein derjenige, welchen weder die Wüsten,noch die Flüsse, noch die Gebirge aufhalten konnten,

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