in die allgemeine Geschichte. 529
wurde gezwungen, seinen aufrührischcn Kriegsvölkernnachzugeben,welcheRuhe verlangten.Er war genöthigt,sich an den prächtigen Denkmälern an dem Ufer desA-raspes begnügen zu lassen, und führte sein Heer durch ei-nen andern Weg, als der vorige war, zurück, und mach»te sich alle Lander unterwürfig, die er auf seinem We-ge antraf.
Er kam nach Babylon geehrt und gefürchtet, nich:als ein Eroberer, sondern als ein Gott zurück. Al-lein dieses furchtbare Reich, das er erobert hatte,dauerte nicht länger, als fein Leben, welches sehr kurzwar. Zm drey und dreyßigsten Jahre, mitten unterden weit aussehenden Absichten, auf die noch keinMensch umgegangen war, und bey der größten Hoff-nung eines glücklichenErfolges starb er, ohneZeit gehabtzu haben, seine Angelegenheiten in eine bestandigeOrdnung gebracht zu haben. Er hinterließ einenohnmächtigen Bruder, und noch unmündige Kinder,welche nicht fähig waren, eine so große Last zu ertragen»Das größte Unglück für sein Haus und sein Reichwar dieses, daß er Feldherren hatte, die von ihm ge-wöhnt worden waren, ehrgeizig, und kriegerisch zuseyn. Er sah die Ausschweifungen vorher, welche sienach seinem Tode begehen würden. Er unterstundsich nicht, sie zurückzuhalten, aus Furcht, daß sie seinenVerordnungen nicht nachkommen möchten, lind ernann-te also weder einen Nachfolger, noch einen Vormundüber seine Kinder. Er sagte es vorher, daß seineFreunde seinen Tod mit blutigen Schlachten feyernwürden, und er verschied in der Blüthe seines Alters,voll trauriger Vorstellungen von der Verwirrung, dieeine unvermeidliche Folge seines Todes war.
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