und man kann also leicht erachten, wie sehr die Römer darüber hielten, nachdem sie dieselbe einmal unterihre» Consuln. geschmecket hatten.
Man zittert noch, wenn man in der Geschichte dietraurige Standhafcigkeitdcs Consuls Brutus sieht, derzween von seinen Söhnen vor seinen Augen hinrichtenließ, weil sie sich in die heimlichen Verräthcreyen einge-lassen hatten, welche die Familie der Tarquinier zurWiederherstellung ihrer Herrschaft in Rom anzustiftensuchte." Wie sehr wurde dadurch nicht ihre Liebe zu sei-ner Freyheit bestärkr,da sie einen so strengen Consul selbstseine eigne Familie der Freyheit aufopfern sahen! Mandarf nicht darüber erstaunen, wenn die Römer die Un-ternehmungen der benachbarten Völker verachteten,welche die verjagten Tarquinier wieder einsetzen woll-!ikr!^' tm. Umsonst war es, daß sie Porsenna tt, seinenSchutz nahm. Die beynahe verhungerten Römer zeigten ihm durch ihre Standhaftigkeir, daß sie zumric. Uv. iz. wenigsten frey sterben wollten. Das Volk war noch^' ^' standhafter, als der Senat, und ganz Rom ließ die-sem mächtigen Könige sagen, der es doch bis auf dasAeußerste gebracht hatte, er sollte nicht mehr für dieTarquinier sprechen, weil es bey dem Entschlüsse,alles für ihre Freyheit zu wagen, lieber seine Feinde,als seine Tyrannen, einnehmen wollte. Porsenna er-staunte über den Muth dieses Volkes,und über die mehrals menschliche Kühnheit einiger Privatpersonen, undbeschloß, den Römern den ruhigen Genuß einer Frey-heit zu lassen , die sie so wohl zu vertheidigen wußten.
Die Freyheit war ihnen also ein Schatz, den sie al-len ReichthümerndcrWelt vorzogen.Sic haben gesehen,Monjeigneur, daß in ihrem Anfange, und selbst nochin ihren schon glücklichern Umständen die Armuth für sie
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