5Z6 Bischof Bossuets Einleitung
se Mäßigkeit herrschte noch zu den Zeiten der puni-schen Kriege unter ihnen. In dem ersten batRegu-lus, der Feldherr großer Kriegsheere, den Senatum die Freyheit, daß er möchte sein Landgut, welches zeit-
i'ir.i.iv.r'p. her verlassen geblieben war, wieder bauen dürfen. Nachi. xviu, h^ni Untergange der Stadt Carthago sieht man auchnoch große Beyspiele von dieser ersten edlen Einfalt.Aemi'lius Paulus, welcher den öffentlichen Schaßdurch die reichen Schätze der römischen Republik ver-mehrte, lebte nach den Vorschriften der alten Mäßig-keit und starb ganz arm. MummiuS zerstörte Co-rinth, allein er bemächtigte sich der Reichthümer die-ser reichen und wollüstigen Stadt nur für das gemeine
ei-.li.ä« °5. Beste. So wurden also die Reichthümer verachtet! DieMäßigkeit und Unschuld der römischen Feldherren wa-ren die Bewunderung der überwundnen Völker.
Unterdessen schonten doch die Römer bey diesergroßen Liebe zur Armuth nichts, was zur Größe undSchönheit ihrer Stadt gereichen konnte. Von ih-rem Anfange an waren die öffentlichen Gebäude so be-schaffen , daß Rom sich ihrer nicht schämen durfte/ da dieganze Welt schon unter seiner Herrschaft stund. DasCapitol, und der Tempel des Jupiters in demselben,welchen Tarquinius, der Hochmüthige, aufbauen lassen,waren von dieser Zeit an der Majestät des Größten un-ter allen Göttern, und der noch künftigen Herrlichkeitdes römischen Volkes würdig Alles Uebrige schick-te sich zu dieser Größe. Die vornehmsten Tempel,hie Märkte^ die Bäder, die öffentlichen Plätze, dieStraßen, die Wasserleitungen, selbst die Cloakeund die Schleußen, welche die Unreinigkeiten aus der
Stadt
, * 7-ir. I^iv. 1.1. 5z. 55- 5«. VI. 5. vion. III. IV. Igc.Niä.III. 7-, ?I!n, XXXVI.I5.