niemals eine Versammlung gewesen, wo die öffentli-chen Angelegenheiten, reiflicher, geheimer, vorsichti-ger in Ansehung des Zukünftigen, einiger und eifrigerfür das gemeine Beste überlegt worden waren, als imrömischen Senate.
Der Heilige Geist hat sie gewürdiget, solches im»Mace.8, Buche der Maccabäer anzumerken, und die erhabne^' Klugheit und die muthigen Beschießungen dieser wei-sen Versammlung zu loben, wo derjenige das meisteAnsehen hatte, der die vernünftigsten Rathschlage gab,und wo alle Mitglieder, ohne Partheylichkeit und Neidsich zum allgemeinen Besten vereinigten.!/.v.xl.!i» Titus Livius erzählt uns ein vortreffliches Beyspiel,^- wie geheim alles von ihnen gehalten wurde. Unter-dessen daß man den Krieg wider den Perseus im Sin-ne harte, kam Eumenes , der König von PergamuS,ein Feind dieses Prinzen nach Rom , sich mit dem Se-nate wider ihn zu verbinden. Er that vor der vollenVersammlung seine Vorschlage, und die Sache wur-de durch die Stimmen einer Gesellschaft beschlossen,die aus mehr denn dreyhundert Mitgliedern bestund.Wer sollte es glauben, daß alles ^ein Geheimniß ge-blieben wäre, und daß man von der ganzen Berach-schlagung nicht eher etwas, als nach vierJahren erfahrenhätte, nachdem der Krieg geendigt worden war? Alleiltwas uns noch mehr in Erstaunen setzt, ist dieses, daßPerseus seine Gesandten zu Rom hatte, die den Eu-menes beobachten sollten. Alle griechischen und asiati-schen Städte, welche in diesen Streit eingeflochten zuwerden befürchteten, hatten auch Gesandte nach Rom geschickt, und alle gaben sich Mühe, eine Sache vonsolcher Wichtigkeit zu entdecken. Damit alles ver-schwiegen gehalten werden möchte, hatte man keine