in die allgemeine Geschichte. 545
Strafen, und keine Verordnungen nöthig, welcheunter harten Strafen den Umgang mit den Fremdenuntersagten.
Das ist m der römischen Republik etwas erstaun-liches, daß das Volk den Staat beständig mit eifersüch-tigen Blicken ansah, und ihm doch bey wichtigen Gele-genheiten, und besonders bey großen Gefahren allesüberließ. Alsdann sah man das ganze Volk seine Au-gen auf diese weise Versammlung richten, und seineBeschlüsse als so viele Göttersprüche erwarten.
Eine lange Erfahrung hatte die Römer gelehrt,daß vom Senate alle Entschließungen hergekommenwaren, welche den Staat gerettet hatten. Im Se-nate wurden die alten Grundsätze, und der Geist derRepublik , wenn ich so sagen darf, erhalten. Hierwurden die Anschläge und Unternehmungen beschlossen,welche sich durch ihre eigne Einrichtung und Folgeerhielten, und das Größte im Senate war dieses, daßman niemals muthigere Entschließungen faßte, alsbey den größten Gefahren.
Dieses geschah in den traurigsten Umstanden deeRepublik, da sie noch schwach, und, so zu sagen, imersten Wachsthums war, durch die innerlichen Unru-hen der Tribnnen getheilt, und von außen durch dieVolscier bedrängt wurde, die der erzürnte Coriolanwider sein Vaterland anführte. Diese Völker, wel-che von den Römern beständig geschlagen wurden,hoff-ten sich zu rächen, wenn sie den größten Römer ander Spitze ihrer Kriegsheere hätten, der die Kriegs-wissenschaft vollkommen verstund, ungemein freyge-big, der unversöhnlichste Feind der Ungerechtigkeit,dvch aber auch der Harteste, der verdrießlichste, undder erbitterteste Mann war. Sie wollten mit Gewalt
Mm Bürger