Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
547
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in die allgemeine Geschichte. 547

wußte der Senat über die alten Grundsätze der Re-publik zu halten, und so sehr wußte er die übrigenBürger darinnen zu befestigen.

Aus eben diesem Geiste kamen die Entschließun-gen her, die der Senat so oft faßte, die Feinde mitoffenbarer Gewalt, und nicht mit Verschlagenheit undLift, selbst nicht mit derjenigen zu überwinden, diedoch im Kriege erlaubt ist; dieses that derStactnichtetwa aus einem falschen Ehrgeize, noch aus Unwis-senheit der Gewohnheiten und Gesche des Krieges,sondern weil er es für das kraftigste und gewissesteMittel hielt, einen hochmütigen Feind zu demüthigen,wenn er ihm alle Meynung von seiner Macht benähme,damit er sich in seinem Herzen selbst für überwundenhalten, und seine Rettung allein in der Gnade des Sie-gers suchen müßte.

So breitete sich der große Ruhm der römischenWaffen auf der ganzen Erde aus. Die allgemeineMeynung, daß ihnen nichts widerstehen könnte, mach-te, daß allen ihren Feinden die Waffen aus den Hän-den fielen, und sie verschaffte ihren Bundesgenossen eineunüberwindliche Hülfe. Sie sehen, N?onseir?neur,wie viel ein gleicher Ruhm der französischen Waffenin ganz Europa ausrichtet, und die Welt, welche überdie Thaten des Königes erstaunt,bekennt,daß es nur ihmallein zukömmt, seinen Eroberungen Grenzen zu setzen.

Die Aufführung der Römer,welche gegen ihre Fein-de so tapfer war, ist nicht weniger zu bewundern, wasihre innerlichen Einrichtungen betrifft. Dieser weiseSe-nat hatte sehr oft gegen das Volk eine billige Nachsicht,wie sie sich denn einmal in der größten Noth nicht allein rir. i.iv.selbst mehr auflegten, als andern, welches sie doch ge- u. ?.Meiniglich thaten, sondern auch das geringe Volk von

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