Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
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in die allgemeine Geschichte. ' 555

in dem Treffen blieben. In diesem ganzen Kriegewar den Römern noch nichts so empfindliches,noch etwas so nachtheiliges begegnet. IhrVerlust trieb sie aber nur an ., ihre äußerstenKräfte anzuwenden. Der junge Scipio, einSohn eines von diesen Feldherren, war nicht damitzufrieden, daß er die Angelegenheiten der Römer inSpanien wiederhergestellt hatte, sondern gieng so garüber das Meer, mit den Carthaginenfern bey ihrerStadt den Krieg zu führen, uM dadurch gab er ihremReiche den letzten Stoß.

Die Verfassung dieser Stadt war so beschaffen, daßScipio hier nicht den Widerstand sinden konnte, denHannibal in der Gegend von Rom fand, und sie wer-den davon überzeugt werden, Monseigneur, wennsie die Verfassung beyder Städte ein wenig erwägenwerden.

Rom war in seiner Starke, und Carthago, das ?<^'-schon angefangen hatte, sich seinem Untergänge zu nä-hern , erhielt sich nur noch durch den Hannibal . DerSenat in Rom war unter sich einig, und es ist ebeirdiefeZeir,wo dieseEinigkeit in derGeschichte der Macca-baer so sehr gelobt wird. Der carthagincnsische Se-nat war in alte unversöhnliche Partheyen getheilt, undder vornehmste Theil der dasigen Großen hatten sichüber Hannibals Verlust gefreut. Rom war nocharm und allein dem Ackerbaue ergeben, und unterhielteine vortreffliche Miliz, die nur nach Ehre dürstete,und auf nichts, als auf die Vergrößerung des römi-schen Namens umgieng. Carthago hatte sich durchseinen Handel bereichert; alle seine Bürger waren alleinihren Reichthümern ergeben, und gar nicht in den Waf-fen geübt. Die römischen Armeen bestunden fast aus

lauter