Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
559
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in die allgemeine Geschichte. 559

Aufmerksamkeit mitten vom mittelländischen Meereauf alle benachbarten Länder, bis nach Spanien undSyrien erstreckten; daß sie alles, was daselbstvorgieng, beobachteten; daß sie ihnen immer nä-her und näher kamen; daß sie sich befestigten, ehesie sich weiter ausbreiteten; daß sie sich nicht mit allzu-viclen Unternehmungen beschwerten; daß sie eine Zeit-lang an sich hielten, und sich zu rechter Zeit erklärten;daß sie warteten, bis Hannibal überwunden war, ehesieden König von Macedonien, Philippuö, der ihmBeystand geleistet hatte, entwaffneten; daß sie, wo-fern sie erst einmal etwas unternahmen, nichtmüde noch ruhig wurden, bis sie es ganz ausgeführthatten; daß sie den Mazedoniern keine Zeit ließen,zu sich selbst zu kommen; daß sie, nachdem dieses Reichvöllig überwunden war, durch eine öffentliche Verord-nung den so lange unterdrückten Griechen ihre Freyheitwiedergaben, an die sie nicht mehr dachten; und daß siesich dadurch auf einer Seite furchtbar, und auf einerandern ihren Namen herrlich und ehrwürdig machten.Alles dieses bewies deutlich genug, daß sich die Rö-mer nicht nach dem Schicksale eines blinden Zufalls,sondern durch kluge Absichten und Anschläge zu der Er-oberung der ganzen Welt vorbereiteten.

Dieses hat PolybiuS zu der Zeit bemerkt, da Rom seine Macht auszubreiten anfing. DionysiuS vonHalicavnaß, welcher nach der Aufrichtung des römi-schen Reiches, zu den Zeiten deöAugustuS, geschrieben,hat,macht ebenfalls diese Anmerkung,indem er die altenEinrichtungen der römischen Republik von ihrem An-fange her durchgeht, die ihrer Natur nach fähig wa-ren, ein Volk unüberwindlich zumachen, und ihmdie Herrschaft über alle andern Völker zu verschaffen.

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