578 Bischof Bossmts Einleitung
aufrührisch gewesen waren. Er schlug nebst der Thei-lung der Länder solcher Gesetze, die dem Volke schmei-cheln konnten , so viele vor, als er erfinden konnte.
Die Eroberung von Gallien erhub den Ruhm, unddie Gewalt des Cäsar ungemein.
Poinpejus und er vereinigen sich aus Eigennutz, undveruneinigen sich hernach, weil sie eifersüchtig auf ein-ander sind. Der bürgerliche Krieg cntumdct sich.Pom-pcjuö glaubt, daß sein Name allein alles unterstützenwerde, und ist nachläßig. Cäsar unternimmt mehrund ist vorsichtiger; er trägt den Sieg davon, undmacht sich zum Herrn.
Er versucht es zu verschiednenmalcn, um zu sehen,ob die. Römer den Namen eines Königes leidenmögen. Allein alle seine Versuche machen ihn nurverhaßt. Der Senat erkennt ihm Ehrenbezeugungenzu, die bis dahin in Rom unerhört gewesen waren,damit der öffentliche Haß zunehmen sollte, so daß erendlich im ganzen Senate, als ein Tyrann, ermordetwurde.
Antonius, einer von seinen Creaturen, welcher umdieseZeit gleichConsul war,brachte das Volk wider dieje-nigen auf, die ihn umgebracht hatten; er suchte sichdiese Uneinigkeiten zu Nutze zu machen / und die un-umschränkte Gewalt an sich zu ziehen. Lepidus, derunter dem Cäsar auch viel zu befehlen gehabt hatte,suchte ihn zu unterstützen. Endlich unterfing sich derjunge Cäsar in seinem neunzehnten Jahre, den Todseines Vaters zu rächen, und suchte Gelegenheit, ihmin seiner Gewalt nachzufolgen.
Er wußte sich zu seinem Vortheile selbst seiner Fein-de , und so gar seiner Nebenbuhler zu bedienen.