in die allgemeine Geschichte. 579
Die Kriegsvölker seines Vaters ergaben sich ihm,die sowohl von dem Namen Cäsar , als von sei-nen erstaunlichen Geschenken eingenommen wurden,die er an sie verschwendete.
Der Senat vermag nichts mehr; die Macht unddie Soldaten vermögen alles, die sich demjenigen über-lassen, der ihnen am meisten giebt.
In diesen unglücklichenUmständen schlug dasTrium-virat in Rom alle diejenigen nieder, welch.' noch mu-thig genug waren, sich der Tyranney zu widersetzen.Cäsar und Antonius schlugen den Brutus und Caßius;die Freyheit starb mit ihnen beyden. Nachdem dieUebenpinder sich auch den ohnmächtigen Lepidus unter-worfen hatten, so giengen sie verschiedne Verträge undTheilungen ein , wo Cäsar , als der Listigste, allezeitden besten Theil erhielt, und, indem er Rom in sei-nen Vortheil einflocht, die Oberhand gewann. An-tonius wollte sich wieder erheben; aber vergebens, unddie Seeschlacht bey Actium unterwarf das ganze Reich-der Gewalt des Cäsar Augustus .
Rom , welches durch so viele Kriege ermüdet underschöpft worden war, wurde gezwungen, seiner Frey-heit zu entsagen, damit es nur einmal der Ruhe gemes-sen möchte.
Die Familie der Cäsarn übt eine unumschränkteGewalt aus, indem sie sich unter dem Namen der Im-peratoren die völlige Macht über die Armeen zueig-net.
Rom suchte sich unter den Kaisern mehr zu be-haupten, als auszubreiten, und alle seine Eroberungenhatten die Absicht, die Barbaren zu entfernen, welchein das Reich einbrechen wollten.
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