in die allgemeine Geschichte. 58z
Es wird ihnen nunmehr leicht seyn, N7onfti-gneur, die Ursachen von der Größe und dem Fallede6 römischen Reiches einzusehen.
Sie sehen, daß dieser Staat,welcher sich ausdenKrieggründete, und seiner Natur nach fähig war, wider alleseine Nachbaren etwas zu unternehmen, den ganzen Erd-kreis unter sein Joch gezwungen hat, weil die Staats-kunst und die Kriegswissenschaft in demselben auf denhöchsten Gipfel gebracht worden sind.
Sie sehen die Ursachen der Uneinigkeiten in der Re-publik und ihres Falls in dem Neide ihrer Bürger, undin der Liebe der Freyheit, welche ausschweifte, und in eineUnleidlichkeit ausartete,welche gar keine Unterwürfigkeitertragen wollte.
Es kann ihnen nun nicht mehr schwer seyn, die ver-schiednen Zeltender Republik zu unterscheiden, sie mö-gen sie nun entweder für sich selbst oder in Absicht auf an-dre Völker betrachten, und sie sehen die Veränderung,die aus der Einrichtung der öffentlichen Angelegenheiteneiner ieben Zeit erfolgen mußte.
Was die Verfassung der Republik selbst anbelangt,so haben sie dieselbe in ihrem monarchischen Zustandeund mit ihren ersten Gesetzen, hernach in ihrer Freyheit,und endlich wiederum, als einen monarchischen Staatgesehen, worein sie durch die Macht und Gewalt ge-bracht worden ist.
Sie können leicht begreifen, wie die Römer einfreyes Volk geworden sind, und wie schon zu den Zei-ten der königlichen Regierung der Grund dazu ge-legt wurde; mit einer eben so großen Deutlichkeit se-hen sie, wie man selbst zu den Zeiten der Freyheit nachund nach wieder den Grund zu einer neuen Monarchielegte. O 0 4 Denn