Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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601
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Abhandlungen. 6vi

sen sey, und seinen Nachfolgern die Herrschaft über alleandern Bischöfe, die Unfehlbarkeit in den Lehren desGlaubens, die Macht, die Verordnungen Christi nachGefallen zu andern, und das Recht, ein neues Evan-gelium zu predigen, als ein Erbtheil, nachgelassen ha-be. Man macht den römischen Bischöfen die Ehre,Petri Nachfolger zu seyn, mit vielen Gründen strei-tig; man streitet so gar, ob er iemals nach Rom ge-kommen sey, und den Martyrcrtod daselbst erlittenhabe ^. Allein man kann so großmüthig seyn, undalles dieses einräumen; ohne daß die Bekenner der rö-mischen Lehren etwas gewinnen. Was die Unfehl-barkeit ihrer Bischöfe betrifft, so ist sie schon langeein Spott der klugen Catholiken gewesen. LaunojuS,der die Kühnheit hatte, seiner Kirche alle Jahre eineMenge von Heiligen zunehmen, hatte auch die Kühn-heit, öffentlich zu sagen, daß der römische Bischofseine Unfehlbarkeit den Schmeichlern zu danken hätteMan braucht sich also nur beweisen zu lassen / daß Pe-trus die Herrschaft über die andern Apostel gehabt ha-be. Christus selbst hat keinem vor dem andern denVorzug gegeben;^ ergab ihnen allen eine gleiche Machtzu binden, und zu lösen; er sehte ihrem Lehramt? glei-che Grenzen; sie waren es alle, zu denen er sagte: Ge- Mattb.-»,ishethin,und lehret alle Völker. Wenn man sagenkann, daß Christus einen von den andern besondersunterschieden habe, so war es Johannes, der mit demvorzüglichen Namen eines Jüngers, den der Herrlieb harre, geehrt worden ist. Wie würden die Leh-

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