Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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616
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616 Anhang einiger historisch-critischen

Allein dieser Gelasius hat so viele offenbare Merkmaleeines leichtgläubigen, mittelmäßigen, und fabelhaftenGeschichtschreibers/ daß er keinen Glauben verdient,da weder EusebiuS, noch Sokrateö und die übrigen Kir-chengeschichtschreiber dem Bischöfe Hosius den Charak-ter eines römischen Legaten geben. HosiuS unterschreibtdie Aussprüche der Versammlung nicht als Legat,sondern in seinem eignen Namen, und Vitus undVincentiuS unterschreiben im Namen des römischenBischofes. Man kann zwo Ursachen angeben, war-um HosiuS den Rang vor andern Bischöfen hatte; sei-ne großen Verdienste, und die Gnade des Kaiserswelcher ihn gleich bey dem Anfange dieser Kirchenun-ruhen nach Aegypten gesandt hatte, den Frieden un-ter den mi'Shelligen Lehrern wiederherzustellen. Eshat selbst unter den Glaubensgenossen der römischenKirche solche unpartheyiscbe Männer gegeben, welchedie Nichtigkeit der Gesandtschaft des Hosius eingese-hen und bewiesen habend Er mag aber den Rang vorandern gehabt haben; allein verdient wohl dieser Rangein Präsidium genannt zu werden? Andre eignendem Bischöfe von Antiochien , dem Eustathius, denVorsitz zu; denn er hatte an der rechten Seiteder Bischöfe den obersten Sitz ^ ; er redete unter al-len Bischöfen zuerst, und antwortete dem Kaiser aufseine Anrede. Man kann mit eben diesen Gründendem Bischöfe von Alexandricn, Alexandern,diese Wür-de zueignen. So viel ist gewiß, daß dieser Vorzugdemjenigen, der ihn hatte, nicht die geringste Ge-walt

* I^unoj. psrt. VIII. ep. I. eärr, Lantabriß. 69z.Du ?in rom. IV. bibl. Lccl. »8«.

l^so^or. libr. I. c. 7,