6zo Anhang einiger historisch - critischen
war. Cyrillus unterzeichnete die Aussprüche der Ver-sammlung in seinem eignen Namen; Arcadius unter-schrieb sich im Namen des römischen Bischofes, so wieRufuS ihre Verordnungen im Namen des abwesendenBischofes von Thessalonich unterzeichnete. Man könnteaber den Vertheidigern des römischen Stuhles einräu-men, daß Cyrillus ein Legat des Pabstes gewesen wäre,und die Hoheit desselben würde nur mehr verlieren.Man hatte alsdann in der Geschichte der Pabste noch ei-nen mehr, welcher von andern Bischöfen ercommunicirtund abgesetzt worden wäre, und welcher den Ausspruchdes Kaisers hätte erwarten müssen, ob man ihn recht-mäßiger oder unrechtmäßiger Weise verdammt hatte.
Diejenigen thun besser, welche es, wie BischofBossvet, machen, sich in keine Beweise und Untersu-chungen einlassen, die Wahrheit halb sagen, halb un-terdrücken, die Complimente erwähnen, welche demCölestin gemacht worden sind, und die Leser selbst seineHoheit daraus schließen lassen. Er führt es als etwassehr merkwürdiges an, daß die Bischöfe den Cölestin ihren theuern Vater nennen*. Andre Catholiken,welche nicht so fein sind, schließen daraus, daß ein Va-ter das Haupt und der Herr seiner Kinder ist. Siehaben aber die Antwort des Basnage nicht vermuthet,welcher anmerkt, daß dieses ein gewöhnliches Compli-menc der Bischöfe gewesen sey, und nicht mehr in dendamaligen Zeiten bedeutet habe, als wenn ein Jesuit«inen andern Jesuiten , K5on reverenci ?ere nennt.
EutycheS , ein Archimandrit zu Constantinopel, warein heftiger Gegner des Nestorius, und diese Heftig-keit verführte ihn zu entgegengesetzten Irrthümern.
Wie
Concil. LxKsllsÄ.!. 8enr.lZexo5. Keüor.