6)6 Anhang einiger historisch-critischm
weil ihm die Meynungen des OrigeneS nicht so lieh,als die Gnade des Kaisers waren, die er zu verlierenbefürchtete, wennersicb dem Edicte widersetzte. Ersann aber auf Rache; ein Todter hatte leiden müssen,damit er gekrankt wurde; nunmehr mußten noch dreyunschuldige Todten in ihrem Grabe beunruhigt wer-den, damit ein beleidigter Bischof das Vergnügender Rache genießen konnte. Er wollte den Pelagiuskranken, und überredete daher den Kaiser, die Schrif-ten des Thcodorus, einesBlschofes von Mopsvesta.desTheoboretus,und ein Schreiben des Iba6,einesBischo-scs von Edessa, durch ein öffentliches Edict zu verdam-men.Er brauchte die Vereinigung der Acephalen mitderKirche zumVorwande,welche sich von ihremPatriar-chcn getrennt hatten, und darum so hießen, weil sie oh-ne Haupt waren. Sie waren den G^ychianern günstig,und verdammten in allen ihren Versammlungen diechalcedonensische Kirchenversammlung. Der Kaiser,welcher sich nach dem Frieden in der Kirche sehnte, sahdas rachbegierige Verlangen des Theodorus für eineheilige Begierde nach der Eintracht an. Er ver-dammte also die Schriften dieser drey Vischöse, undverlangte von allen Bischösen, daß sie in dieses Urtheilwilligen sollten. Theodorus hatte in die Verdam-mung des Origenes gewilligt, um einen gnädigen Kai-ser zu behalten; Pelagius willigte in die Verdam-mung der drey Bischöfe, um einmal Pabst zu wer-den
Diese Verdammung war ungerecht: Konnten sichdie Todren wohl vertheidigen? Sie war offenbar wi-der die chalcedonensische Kircbenversammlung, welcheLeo, der erste, bestätigt hatte. Er hatte befohlen, daß
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