Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
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641
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Abhandlungen.' 641

von der Hoheit und Unfehlbarkeit des römischen Bi-schofes keine Wissenschaft. Honorius hatte sich in ei-nem Schreiben für die Monothcliten erklärt; die Ver-sammlung hatte für diesen römischen Bischof so wenigEhrerbietung, daß sie sein Schreiben des Feuers werth 'achtete, und ihn selbst in den Bann that und verdamm-te Der Bischof Vossvct übergeht alles dieses mitStillschweigen. !

Mail muß diese Versammlung nicht mit einer an-dern vermengen, welche zwölf Jahre hernach in ebendiesem Pallaste gehalten wurde, und die Verordnun-gen der fünften und sechsten ergänzte, welche keineKirchengesetze gegeben halten. Bey dieser Versamm-lung war auch kein äegat des Pabstes zugegen.

Es ist nunmehr die Kirchenversammlung zu Nicäclnoch übrig, über die ich besonders einige Betrachtun-gen anstellen will,wcnn ich von den Begriffen geredet ha-be, die man sich in den ersten Zeiten des Christenthumesvon der Kirche gemacht hat. Ich werde alsdann zugleichanmerken, daß auch hier der römische Bischof das An-sehe«? nicht hatte,welcheö man ihm nach derZeit zueignete.

Man wird also in dem Marcellinus, welcher den heid-nischen Götzen raucherte,in dem Liberius,welcher sich aufdie Seite der Arianer neigte, indemVigilius, welchervon sich selbst gestund, daß ihn der Teufel verblendet hat/te, und in dem Honorius, der ein Monothelit und in demBanne der Kirche war, keine Statthalter Jesu Christi finden. Was soll man von denen urtheilen, welchesich von Arianern, von diesen Feinden der GottheitJe-sii, in ihrer bischöflichen Würde bestätigen ließen?Was soll man von denen urtheilen, welche die Ehre,

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* XIII. concll. LonN-inr.III. ap. Nsrä, r. Z.x. -ZZ».

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