6)O Anhang einiger historisch-critischen
G.4jSS. wenn er sagt: 5Velch ein Trost der RinderGottes, rvelcl) ein Beweis der ^Vahr-Heic, rrenn sie sehen, daß man vomInnocen,rius dem X!, welcher damals römisck)er Bischofwar, als Bossvet seine Geschichte schrieb, in einer un,, unrerdroehnen Ordnung bis auf perrum undJesum Cbrtstli m zurückgeht! Denn wer weisnicht, daß der Stuhl des römischen Pabstes oft vieleJahre nach einander leer und unbesetzt gewesen?
Man wirft in der Lehre von der Kirche die Frageauf, ob sie im Grunde des Glaubens irren könne.Wenn man die Kirche in den Bedeutungen nimmt,die ich im Anfange festgesetzt habe, so ist e6 unmög-lich, weil der Glaube an die Wahrheiten der geoffen-barten Religion der wesentliche Charakter der wah-ren Kirche ist. Besondre Versammlungen könnensich wohl zur Kirche Gottes rechnen, ob sie sich gleichdurch ihre Irrthümer von dem Leibe Christi trennen;allein sie sind des Namens, dessen sie sich anmaße«',ganz unwürdig. Die Menschen, welche zur Kirchegehören, können verblendet und verderbt werden, undwenn sie Gottes Vorsehung nicht beschützt, so kann sieuntergehen; aber so lange Menschen sind, welche mit. Christo einen Leib ausmachen, so lange irrt die Kir-che in den nothwendigen Wahrheiten des Glaubensnicht«
Unter andern Kennzeichen, welche die Ver-theidiger des römischen Stuhles von der Kircheangeben, ist ihre äußerliche Größe, ihre Herrlichkeit,und Menge ihrer Mitglieder. Allein sie haben hier allealten Kirchenväter wider sich, von denen ich nur eini-ge