Abhandlungen. 651
ge anführen will. Die Zxirche bestehr nicht imder Anzahl lind Menge, sagt Chrysostomus ,sondern in der wahren und ungeheuchelren Tu-gend. Ellas war nur einer, aber die ganzeN>eltwar nicht werth, für ihn dahin gegeben zuwerden. Augustinus sagt: lVenn du gerechtbist, so zahle nicht, sondern wäge lieber. Dielegehen auf den» breiten N)ege; wer zählt sie?An einem andern Orte spricht er: Einmal stellteAbel, einmal Enoch, einmal Noah Familiedie ganze Rirche vor*. Fast alle falschen Kirchenhaben sich zuweilen einer größern Menge von Verthei-digern rühmen können, als die wahre allgemeine Kir-che. War nicht eine Zeit, wo die Welt von Aria-nern ganz überschwemmt war ? Hieronymus drücktden damaligen Zustand der Kirche vortrefflich aus. Dieganze Erde -, sagt er, seufzre und wunderre sich,daß sie arianisch wäre **. Es hat Zeiten gege-ben, wo die Kaiser und Könige solche Vater derKirche waren, daß sie ihr auch ein äußerliches herrli-ches Ansehen gaben. .Allein Athanasius , und Hi-larius lehren uns,daß dieses kein untrügliches Kennzei-chm der wahren Kirche ist. Jener sagt: lVelcheKirche becec iyc Christum frey an? N)ennhier und da noch Fromme und Bekenner Chri-sti sind, (es giebt ihrer aber noch überall viele,)so sind sie doch, wie der große propber EliasVerborgen; sie verstecken sich in die Holen undVOinkel der Erde / oder irren in der Einsam-keit und in den lausten herum. Hilarius abereifert wider diejenigen, die mit einer übertriebnen Liebe
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