Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
657
Einzelbild herunterladen
 

Abhandlungen. 657

anführe», und ich hoffe, daß sie ungeachtet ihrer Längemeinen Lesern nicht unangenehm seyn werden*.

Da die Unpartheylichkeit, sagt er, ein Werk Got-teS in unsern durch uns selbst verfinsterten Herzen ist,so wundre ich mich weniger, als ich sonst thun wür-,)de, daß unter den Bekennen, der römischen Kirche so viele Männer, welche sonst eine so schöne Einsichtbesihen, nicht auf den geringsten Argwohn von devNeuheit ihrer Religion fallen, da sie doch so viel Gele-genheit und Ursachen dazu haben. Sie würde»sonst, nach einer ernstlichen Ueberlegung, eingesehenhaben, daß der Bilderdienst in der ersten Kirche un-bekannt, und weder Statuen noch Bildnisse in den,.Tempeln gewesen sind. Man braucht dazu nur dieGeschichte zu wissen, um anzumerken, daß die Hei-ligen vordem nur vor der Nirche aufgestelltworden sind, well sie damals, wie der HerrLaunoi, ein parisischer Doctor, sagt, nurals Dienerangesehen wurden; daß man aber, alvsienun-,,inehr Herren geworden sind, nicht hat habenwollen, daß sie sich außer dem Hause aufhal-lten sollten.---

»Man würde eingesehen haben, daß man in vergan-gen heiligen Schrift weder ein Gebot, die En-gel oder die Heiligen anzubeten, noch Drohungen»wider diejenigen,welche e6 nicht thun,noch ein Exempelvon einem findet, der solches gethan habe; daß aberwohl derjenige getadelt worden ist, der solches thunwollen, wie denn der Engel zum heiligen Johannessagte: Siehe zu, thue es nicht, denn ich bin Offenb.--,?.

dem

* I.» ?vlm<zue äu äe kr-mcs r. I. x. l6z l^^.

Tc

/. -