Abhandlungen. 659
„und die Macht und Einkünfte der Päbste vermehrt„worden sind. Wir^ die wir Mcdallisten sind, wissen„zum Exempel, daß man ihnen in den alten Zeiten„keine dreyfache Krone aufsetzte. Der Pabst Hadrian„hat auf seiner Medaille nur eine Bischofizmüße.
„Man würde eingesehen haben, daß das Abendmal„von Christo unter beyderley Gestalt eingesetzt worden„ist, wie man es denn alsi> in der griechischen Kirche„beybehalten, und wie e6 Gelasius der II. bey der„Strafe des Bannes verordnet hat; daß es also in„der lateinischen Kirche etwas neues ist, wenn den„Layen der Kelch genommen wird. In der That, das„Abendmal unter einer Gestalt fing nur erst nach der„constantiensischen Kirchenversammlung, und also„erst gegen das Ende des -vierzehnten Jahrhunder-ts an, überall angenommen zu werden, wie Grego-„rius von Valenza sagt, und nach der Meynung des„Scotus wurde es in der latcranensischen Kirchcnver-„sammlung, als ein Glaubensartikel, festgesetzt. Wo ist„also das Alterthum ihrer Kirche? Mai, könnte auch„zweifeln, daß die Meynung von der Verwandlung„im Abendmale alter wäre, weil man in den alten„griechischen und lateinischen WörterbüchernkeinWort„findet, das sie ausdrückt, so fruchtbar auch beyde„Sprachen sind. Ich habe keine Spur davon im„Svidas findeil könnender einChrist war,und alleWor«z^te anmerkt, welche sowohl von den Heiden als Chri-„sten gebraucht wurden, und ich glaube, daß man„eben so vergebens in den alten Kirchenvätern, und den„Verordnungen der alten Kirchenversammlungen su«„chen wird.
„Eben so wenig findet man das Fegfeuer oder sonst»ein gleichgültiges Wort daselbst. Wenn man es finden
T t 2 „könnte,