Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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Abhandlungen. 659

und die Macht und Einkünfte der Päbste vermehrtworden sind. Wir^ die wir Mcdallisten sind, wissenzum Exempel, daß man ihnen in den alten Zeitenkeine dreyfache Krone aufsetzte. Der Pabst Hadrianhat auf seiner Medaille nur eine Bischofizmüße.

Man würde eingesehen haben, daß das Abendmalvon Christo unter beyderley Gestalt eingesetzt wordenist, wie man es denn alsi> in der griechischen Kirchebeybehalten, und wie e6 Gelasius der II. bey derStrafe des Bannes verordnet hat; daß es also inder lateinischen Kirche etwas neues ist, wenn denLayen der Kelch genommen wird. In der That, dasAbendmal unter einer Gestalt fing nur erst nach derconstantiensischen Kirchenversammlung, und alsoerst gegen das Ende des -vierzehnten Jahrhunder-ts an, überall angenommen zu werden, wie Grego-rius von Valenza sagt, und nach der Meynung desScotus wurde es in der latcranensischen Kirchcnver-sammlung, als ein Glaubensartikel, festgesetzt. Wo istalso das Alterthum ihrer Kirche? Mai, könnte auchzweifeln, daß die Meynung von der Verwandlungim Abendmale alter wäre, weil man in den altengriechischen und lateinischen WörterbüchernkeinWortfindet, das sie ausdrückt, so fruchtbar auch beydeSprachen sind. Ich habe keine Spur davon imSvidas findeil könnender einChrist war,und alleWor«z^te anmerkt, welche sowohl von den Heiden als Chri-sten gebraucht wurden, und ich glaube, daß maneben so vergebens in den alten Kirchenvätern, und denVerordnungen der alten Kirchenversammlungen su«chen wird.

Eben so wenig findet man das Fegfeuer oder sonst»ein gleichgültiges Wort daselbst. Wenn man es finden

T t 2könnte,