Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
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667
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Abhandlungen.' 667

Vorfahren, eine Hoheit über die Könige und Kaiserselbst anmaßte, that den Kaiser in den Bann, undverdammte seinen Befehl mit einem schrecklichen A?ia«thema. Allein der Kaiser achtete seinen geistlichen Don-ner nicht, sondern sagte lachend, als er davon benachrich-tigt wurde: Er ist ein Abgötter; er ist selbst im Ban-ne. Gregorius gieng in seinen Unternehmungen soweit, daß er in Italien ein Verbot gab, dem KaiZser keine Zölle und Schußgelder mehr zu bezahlen.Man rechtfertigt diesen Aufruhr des Pabstes wi-der seinen rechtmäßigen Oberherrn damit/ daß dieserdie Angelegenheiten Italiens ganz versäumte, unddenDccident fremden Völkern zum Raube überließ.Weil die Unruhen, welche der Bilderstreit in der Kir-che veru>sachte,immer größer wurden, so beschloß endlichLeo, eine allgemeine Kirchenversammlung berufen zulassen. Allein der. Tod unterbrach die Ausführungseiner Entschließungen".

Constantin, der sechste, ein Sohn des Leo, war einnoch heftigerer Feind des Bilderdienstes. Da ihmseine Unterthanen den Eid der Treue schwuren, so muß-ten sie zugleich die Anbetung der Bilder verflu-chen. Er berief eine allgemeine Versammlung derKirche, welche sein Vater nicht hatte zu Stande brin-gen können, und sie wurde im 754 Jahre nach Chri-sti Geburt , den io Februar eröffnet. Es waren diemorgenlandischcn Patriarchen nicht zugegen; sie wur-den aber durch die Saracenen, welche in Aegypten und Palastina die Oberhand hatten, verhindert, da-bey zu erscheinen. Man hatte noch keine so zahlreicheVersammlung gesehen; bey der ersten mcänischcn was

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