668 Anhang einiger historisch-critischen
ren nur dreyhundcrt und achtzehn Bischöfe zugegen, undhier war ihre Anzahl dreyhundcrt und acht und dreyßigstark.
Ehe ein neuer Patriarch zu Constantinopel erwähltwurde, gab der Kaiser zween Metropolitanbischö-fen, dem Bischöfe von Ephesus , und dem Bischöfevon Perga in Pamphilium den Vorsitz. Nach-dem die Bischöfe die vorhergehenden sechs allgemei-nen Kirchenversammlungen bestätigt, und die Strei-tigkeiten wegen des Bilderdienstes untersucht hatten,so wurde die Anbetung der Bildnisse mit einem ein-wüthigen Ansprüche verdammt. Gleichwohl unter-sagte man nicht alle Anrufung der Jungfrau Maria,und der Heiligen selbst; man verlangte nur,daß diese An-rufung allein in Wünschen bestehen, und so einge-richtet seyn sollte, wie man die Frommen auf Erdenbittet, daß sie für uns beten sollen*. Die Aussprü-che dieser Kirchenversammlung hatten ein verschiednesGlück; der ganze Orient nahm sie an,die Mönche,die sichihr widersetzten, ausgenommen. Die Bischöfe in Frank-reich gierigen den sicher«? Mittelweg; sie verdammten dieAnbetung der Heiligen, und behielten die Gemälde undBildnisse der Heiligcn zum Andenken ihrer Tugenden inden Tempeln bey. Sie trugen daher auch den Gesandtendes Constantinus auf, ihn zu ermahnen,daß er sich in die-sem Stücke nach andern Gläubigen richten möchte **.
In Italien war der Pabst mit der Vergrößerungseiner äußerlichen Macht allzusehr beschäfftigt, als daßer sich um die Streitigkeiten der Religion hätte be/kümmern können. Er konnte nicht zugleich das Erar-chat in Italien an sich bringen, und die Feinde der
Bilder
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