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[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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671
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Abhandlungen. 671

men, wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufneh-men sollte; man bestätigte den Bilderdienst; manwiderlegte die constantinopolitanische Kirchcnver-sammlUng Schritt vor Schritt, und man machte we-gen der Kirchenzucht neue Verordnungen ^. Es wur-de beschlossen, daß die Bilder angebetet werden soll-ten; es wurde zu einer Pflicht gemacht, vor ihnen nie-derzuknien, sie zu küssen, ihnen zu räuchern, undWachskerzen vor ihnen anzuzünden, und alle dieseAussprüche uittcrschrieben die versammelten Bischöfe.Die vorige Kirchenversammlung unter den Constan-tinus CopronymuS wurde verdammt, und ob sie gleichmit einem größern Rechte den Nameu einer allgemei-nen verdiente, so erwies man doch nur der andern ni«canischen diese Ehre. Man begegnete der constantinopo-litanischen mit der äußersten Verachtung, und derabergläubische Eifer der Bilderdiener schweifte so weitaus, daß sie sie eine Versammlung des Satans nann-ten^*. Gleichwohl hatte diese teuflische, unsinnige,gottlose Versammlung die vorherigen sechs allgemei-nen Kirchenversammlungen bekräftigt; sie hatte ver-langt, daß man die Heiligen ehren sollte, allein oh-ne Abgötterey zu treiben; man harte die Nachahmung ih-rer Tugenden als die größte Ehre angesehen, die manihnen erzeigen könnte. Sie war nur darinnen z«weit gegangen, daß sie die Mahlerey, als eine heidnischeKunst, und allen Gebrauch der Bilder untersagt hatte.Allein die stolze Heucheley einer Kaiserinn, und dieVortheile, welche die Mönche bey dem Bilderdien-ste hatten, wollten haben, daß diese Versammlung

gottlos

* conc.Nlcsen. II.> I.-Ä. IV.. VI..VIII. rom.IV.ap ttarä.

^N. Scepli. ^un. »xuä Lsrvn. x. 2».